Politik

SPD-Veteran Bahr warnt vor Konsequenzen einer Großen Koalition

GDN - Eine Große Koalition birgt nach Überzeugung von SPD-Veteran Egon Bahr Gefahren für beide Seiten. Union und SPD "können sich nicht verständigen, ohne wechselseitig heilige Kühe zu schlachten, also gewonnenes Vertrauen aufs Spiel zu setzen", sagte Bahr dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).
Die Lage sei daher "für alle Beteiligten schwierig", insbesondere aber für seine Partei. "Die SPD würde riskieren, nicht ungerupft aus einer Großen Koalition herauszukommen. Bei den nächsten Bundestagswahlen könnte sie unter die 25-Prozent-Marke rutschen. Dann könnte sie nicht mehr ernsthaft von sich behaupten, noch eine Volkspartei zu sein", warnte Bahr, einer der Mitgestalter der Ostpolitik und enger Vertrauter des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt.
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