Politik
Doppelte Staatsbürgerschaft: Grüne begrüßen Gesprächsbereitschaft der CSU
GDN -
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck hat es begrüßt, dass der bayrische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer offenbar Gesprächsbereitschaft bei der Frage der doppelten Staatsbürgerschaft signalisiert hat. "Wenn Seehofers Lockerungsübungen beim Staatsbürgerschaftsrecht ernst gemeint sind, sollte man als erstes die Optionspflicht für junge Deutsche mit einem zweiten Pass parteiübergreifend beseitigen", sagte Beck "Handelsblatt-Online".
Der Status "Deutscher auf Widerruf" sei integrationspolitisch kontraproduktiv. "Das Gerede von den doppelten Loyalitäten ist ohnehin Quatsch", sagte Beck weiter. Das wisse auch die Union. "Sonst würde die CDU ja nicht planen, ausgerechnet den Doppelstaatler David McAllister auf Platz eins ihrer Europawahlliste aufzustellen." Aus Becks Sicht wird das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht den Anforderungen an eine Willkommenskultur und Integrationspolitik nicht gerecht. Zu einer "zeitgemäßen Reform" gehörten daher neben der Möglichkeit doppelter Staatsangehörigkeiten auch Themen wie Gebühren, Anspruchsfristen und andere Voraussetzungen für eine Einbürgerung.
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