Politik
Unionsfrauen fordern mehr Posten
GDN -
Die Unionsfrauen im Bundestag fürchten, von den Männern bei der Vergabe von Posten ausgebootet zu werden. "Wir haben in der Fraktion so viel Frauenpower wie nie. Das muss sich künftig bei allen Verhandlungsergebnissen inhaltlich wie personell widerspiegeln", fordert Maria Böhmer (CDU), die auch Staatsministerin für Integration ist.
Sie werde persönlich "alles daransetzen, dass wir auch künftig in Fraktions- und Regierungsämtern angemessen vertreten sind". Insbesondere in der Fraktion sei für die Frauen "viel Luft nach oben". Bislang haben die Unionsdamen aber nur Männer in parlamentarische Ämter gehoben, von Fraktionschef Volker Kauder über den Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer Michael Grosse-Brömer bis zu Bundestagspräsident Norbert Lammert und seinen zwei männlichen Unionsstellvertretern. Dabei hat die Fraktion mit 25 Prozent die höchste Frauenquote ihrer Geschichte. Kauder versprach seinen Fraktionskolleginnen nach "Spiegel"-Informationen, es werde für die drei männlichen Unionsmitglieder des Bundestagspräsidiums "anderswo einen angemessenen Ausgleich geben".
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



