Politik
Schäuble verteidigt Rentenpläne der Koalition
GDN -
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Rentenpläne der Großen Koalition gegen Kritik verteidigt. Die Aufwendung für die Mütterrente und die abschlagsfreie Rente ab 63 seien "begrenzt und verantwortbar", sagte Schäuble in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.).
Bei der Mütterrente gehe es nicht darum, Frauen zu belohnen. "Die Frau, die vor 40 Jahren Kinder großgezogen hat, hat sehr viel zum Funktionieren unseres Generationenvertrags beigetragen", sagte Schäuble. Es gäbe kein gutes Argument dafür, warum Kinder, die vor 1992 geboren sind, in der Rentenversicherung anders berücksichtigt werden sollten als später Geborene. Es sei "falsch, dass die Mütterrente langfristig mehr kosten würde als zu Beginn", sagte Schäuble. Auch die Auswirkungen der abschlagsfreien Rente mit 63 würden begrenzt bleiben. "Denn der Zeitpunkt, zu dem man nach 45 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen kann, steigt parallel mit der allgemeinen Anhebung des Rentenalters", sagte Schäuble. Union und SPD hätten sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich zur Rente mit 67 bekannt. "Das war für uns ein wichtiger Punkt", sagte Schäuble.
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